Forschung

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Das Hauptaugenmerk meiner Forschung liegt auf der Literatur der britischen Romantik und ihren kontinentaleuropäischen Verbindungen, insbesondere den Werken von Henry Crabb Robinson (1775–1867) und William Hazlitt (1778–1830). Meine Promotion im Fach Englische Literatur habe ich an der Queen Mary University of London abgeschlossen, wo ich weiterhin als Gastforscher tätig bin. Mein Dissertationsprojekt wurde durch ein Vollstipendium des britischen Arts and Humanities Research Council und der Queen Mary gefördert, und betreut von Professor Paul Hamilton und Professor Isabel Rivers. Anschließend habe ich eine “Eigene Stelle” der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingeworben, die ich erfolgreich zwischen 2015 und 2019 an der Universität Hamburg durchgeführt habe. Diese Stelle umfasste das Edieren und Herausgeben der frühen vermischten Tagebücher Crabb Robinsons (1790–1810) im Rahmen des internationalen, interdisziplinären Crabb Robinson Editorial Project. Vor dem Hintergrund dieser Arbeit habe ich meine Dissertation für die Veröffentlichung als wissenschaftliche Monographie überarbeitet. Das Buch wurde 2020 unter dem Titel Henry Crabb Robinson: Romantic Comparatist, 1790–1811 von der Liverpool University Press herausgebracht. (Über diesen Link erreichen Sie die Internetseite des Verlags und hier den Flyer zum Buch, inklusive eines 30% Rabatt-Codes). Darüber hinaus habe ich eine Reihe von Artikeln zu Crabb Robinson, Hazlitt, Mary und Charles Lamb, Samuel Taylor Coleridge, William Wordsworth sowie weiteren Schriftstellern der Romantik in britischen, amerikanischen, tschechischen, dänischen und deutschen Fachzeitschriften veröffentlicht. Unter Veröffentlichungen können Sie mehr über diese Arbeiten erfahren und auf viele davon frei zugreifen.

Meine Edition mit dem Titel The Early Diaries of Henry Crabb Robinson erscheint in Kürze bei der Oxford University Press. Der Band umfasst Crabb Robinsons fünfzehn bislang unveröffentlichte Taschentagebücher, Memoranden, sowie jeweils ein Reisetagebuch und ein Notizbuch aus den Jahren vor 1811, und damit aus der Zeit vor dem Beginn seines Haupttagebuches (1811–67). Neben vielen weiteren Dingen bekunden diese frühen Tagebücher die Tiefgründigkeit von Crabb Robinsons autodidaktischen Lesegewohnheiten während seiner Jugend in Colchester (als protestantischer Abweichler von der Staatskirche war er von den englischen Universitäten ausgeschlossen), geben eine faszinierende Darstellung seines Aufenthalts in Deutschland (1800–05) sowie seines Umgangs mit deutscher Literatur, Philosophie und Kultur. Zudem bezeugen sie seine zentrale Position in den literarischen Kreisen Londons nach seiner Rückkehr in sein Heimatland, erzählen die Geschichte seiner Einsätze als Kriegsberichterstatter in Altona und Coruña in den Jahren 1807 und 1808–9, liefern Einzelheiten zu seinen Besuchen von William Blakes Ausstellungen sowie seiner Verbreitung von Blakes Dichtung und visueller Kunst und offenbaren die Anfänge von vielen seiner wichtigsten literarischen Freundschaften, wie zum Beispiel William Wordsworth, Mary und Charles Lamb und Samuel Taylor Coleridge. Die Edition ist 300.000 Wörter lang und beinhaltet umfangreiche Passagen in Stenographie, von denen ich viele zum ersten Mal entschlüsselt habe.

Darüber hinaus bin ich, zusammen mit James Whitehead (Liverpool John Moores University), ein Redaktionsassistent des Hazlitt Review und ein Mitglied des Komitees der Londoner Hazlitt Society. Meine Tätigkeiten hier sind das Einladen von wissenschaftlichen Artikeln und Konferenzbeiträgen, die enge Zusammenarbeit mit Autoren und Rednern sowie das Korrigieren von Druckfahnen und die Organisation von Konferenzen an Ort und Stelle. William Hazlitt ist auch der Gegenstand von einem Kapitel meines Buches wie auch von weiteren Artikeln, Rezensionen und verschiedenartigen kleineren Veröffentlichungen, die ich verfasst habe.

Neuerdings widme ich mich verstärkt der englischen Literatur des zwanzigsten Jahrhunderts, insbesondere Werken über das Londoner East End, die Arbeiterklasse und Migration.

Auf folgenden Konferenzen und Kolloquien habe ich die Ergebnisse meiner Forschung vorgestellt oder werde sie vorstellen:

  • Eingeladen, Juli 2022: ‘British Romanticism and Europe’, Monte Verità Conference Centre, Ascona, Ticino, Schweiz, Vortrag zu Henry Crabb Robinson, Schillers Über die ästhetische Erziehung des Menschen und das Athenaeum der Schlegels.
  • Eingeladen, 18.–19. Juni 2021: ‘British “Fictions of Class” since 1945 – Revitalising Class in the Twenty-First Century’, Universität Siegen, Vortrag: ‘Narratives of Class in the East-End Novel from Willy Goldman to Emanuel Litvinoff’.
  • 15. November 2019: Vortrag auf dem Southampton–Hamburg Forschungssymposium, University of Southampton: ‘“unmixed beauty & perfect equanimity is an Ideal & as such […] unattainable”: Henry Crabb Robinson on literary ethics and cognition’.
  • 22. März 2019: Vortrag auf dem ersten Anglo-German Encounters and Transfers Kolloquium, Clare Hall, University of Cambridge: ‘Prosody and morality: Herder, Wordsworth, and Crabb Robinson’.  
  • Gastvorlesungen und Forschungsseminare zum Henry Crabb Robinson Editionsprojekt an den Universitäten von Lund, Schweden (16. Mai 2018), Ghent, Belgien (11. Oktober 2018) und Hamburg (18. November 2019).
  • 13. April 2018: Vortrag auf dem Symposium des London–Paris Romanticism Seminar, École Normale Supérieure, Paris: ‘Alien citizen’, ‘unofficial statesman’, ‘Diogenes of Paris’: Gustav von Schlabrendorf and Henry Crabb Robinson’s transmission of his work’.
  • 16. Februar 2018: Forschungsseminar (mit James Vigus), The London–Paris Romanticism Seminar, School of Advanced Study, University of London: ‘Critical Dissemination: Kant, Hazlitt, and Crabb Robinson’. 
  • 30. Juli 2017, Vortrag auf der zweijährlichen Konferenz der British Association for Romantic Studies, ‘Romantic Improvement’, University of York: ‘Informal Improvement: Henry Crabb Robinson’s autodidacticism and its influence’.
  • 11. Mai 2017, Vortrag auf der internationalen Konferenz ‘The Lost Romantics’, Universität Vechta: ‘Henry Crabb Robinson on other lost Romantics’.
  • 17. September 2016, Vortrag auf der Hazlitt Day School, University College London: ‘“Thelwall the orator & W. Hazlitt the thinker”: 1806 through Crabb Robinson’s eyes’.  
  • 8. Januar 2016, Vortrag auf der Konferenz der British Society for Eighteenth-Century Studies, St Hugh’s College, University of Oxford: ‘Literature and Religion in Crabb Robinson’s Early Diaries’.
  • 15. Mai 2015, Symposium ‘Religion and Literature in the Long Eighteenth Century: Approaches to Genre, Form, and Reading Practice’, Chawton House Library. Vortrag mit dem Titel: ‘Building “castles of Reform – very airy indeed”: how Crabb Robinson fought the law’.
  • 14. September 2013, Moderation der Annual Hazlitt Lecture, gehalten von Professor Peter Thomson, am University College London.
  • 17. November 2012, Vortrag auf dem Charles Lamb Study Day, Swedenborg Hall, London. Titel: ‘Beyond whist sobriety: the Lambs, Crabb Robinson, and their discourse on literature’.
  • 9. Juni 2012, Vortrag auf der Hazlitt Day School, University College London: ‘The “good hater” and “A Hazlitt-Hater”? Hazlitt, Crabb Robinson, and the truth of sentiment’.
  • 8. Februar 2012, Seminar in Dissenting Studies, Dr Williams’s Library, London. Einstündige Vorlesung mit anschließender Diskussion: ‘Henry Crabb Robinson on Metaphysics, Science, and Literature’.
  • 7. September 2011, Vortrag auf der Konferenz ‘Informal Romanticism’, Ludwig-Maximilian Universität München, gefördert durch die deutsche Exzellenzinitiative: ‘Reconstructing the Voice of the Mediator: Henry Crabb Robinson’s Literary Criticism’.
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